Die Hegenbarth Sammlung Berlin

Das Leitbild der Sammlung

Josef Hegenbarth, Fotografie von Pan Walter, 1947, © JHA, Kupferstichkabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Hegenbarth Sammlung Berlin vesteht sich als Institution für eine persönliche Kunstvermittlung, immer in direktem Austausch mit den jeweils ausgestellten Werken. Aus dem umfangreichen Sammlungsbestand soll das Oeuvre des Künstlers Josef Hegenbarth (1884—1962) durch jährlich drei bis vier thematische Wechselausstellungen, museumspädagogische Angebote und ein mannigfaltiges Veranstaltungsprogramm einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die Sammlung verfügt über Büros, einen kleinen Studienraum und einen Ausstellungsraum. Zusätzlich werden für bestimmte Projekte auch externe Bühnen und Fenster bespielt. Mit einer Reihe monografischer Ausstellungen und in Gegenüberstellungen mit Zeitgenossen Hegenbarths und seinen heutigen Nachfolgern, die in Motiven, Techniken oder Herangehensweisen dem Namensgeber verwandt arbeiten, soll sich die Hegenbarth Sammlung Berlin zu einer festen Adresse für die Zeichenkunst entwickeln. Die zentralen Themen in Hegenbarths Oeuvre finden dabei besondere Beachtung.

Eine Bühne für die Zeichenkunst

In enger Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Berlin und deutschlandweit werden Ausstellungen mit dem Schwerpunkt Zeichnung und Grafik auch ausgetauscht und auf Reisen geschickt. In Vorbereitung sind ferner Fachvorträge, Gesprächsrunden, Buchvorstellungen und Symposien sowie eine eigene Schriftenreihe. Kammerkonzerte, szenische Lesungen und Performances erweitern das Programm.

Josef Hegenbarth, dem nach dem Zweiten Weltkrieg die Rückkehr in seine tschechische Heimat verwehrt blieb, gehört zu einer verlorenen Generation von Malern und Bildhauern, die auch in der Nachkriegszeit figurativ gearbeitet haben. Die Hegenbarth Sammlung Berlin hat es sich zum Ziel gemacht, diesen bemerkenswerten Künstler und sein stilles Medium ins Licht der Gegenwart zu rücken.