Die Gastspiele

artbook.berlin 2018


Kunstquartier Bethanien Berlin
16. November — 18. November 2018

Messe für Künstlerbücher und grafische Editionen

mit einer Schubladenausstellung aus dem Bestand
der Hegenbarth Sammlung Berlin

2018 öffnet die artbook.berlin zum siebten Mal — und wieder am dritten Wochenende im November — ihre Pforten. Die Hegenbarth Sammlung Berlin ist erstmalig mit einem eigenen Stand vertreten.
Dort geben wir mit einer mobilen ‚Schubladenausstellung‘ Einblicke in unseren Sammlungsbestand anhand ausgewählter Original-Illustrationen von Josef Hegenbarth (1884—1962) sowie handlicher Arbeiten befreundeter Künstlerinnen und Künstler.

Die Künstlerbuch-Messe präsentiert die aktuelle Produktion von rund 100 internationalen Buchkünstlern, Kunstdruckern und Verlegern. Hier bietet sich drei Tage lang die einmalige Gelegenheit, einen Überblick über die vielfältige Kunstform des Buches zu gewinnen sowie literarische Schätze zu heben. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Buchpräsentationen und Lesungen ergänzt das Ausstellungsangebot.

Anlässlich der artbook.berlin 2018 erscheint  der Beitrag Illustration. Ein Genre und seine offenen Grenzen oder Die bindende Kraft in der Kunst von Christopher Breu (Hegenbarth Sammlung Berlin), herausgegeben von Uta Schneider und Ulrike Stoltz in der Künstlerzeitung zum Beispiel] [zum Buch.

weitere Informationen


Jongleur mit Stift und Feder


Stadtmuseum Langenfeld (Rheinland)

Eröffnung: 03. Juni 2018 (15 Uhr)
Laufzeit: 03. Juni bis 12. August 2018

Josef Hegenbarth. Illustrator des 20. Jahrhunderts

Der Künstler Josef Hegenbarth zeichnet, illustriert und dokumentiert Zeit seines Lebens und in allen erdenklichen Situationen. Kreide, Tusche, Feder und Pinsel sind die bevorzugten technischen Mittel. Aber auch die Kaltnadelradierung gehört zum Repertoire des präzisen Beobachters und Karikaturisten. Alltagseindrücke, flüchtige Beobachtungen, Begegnungen und Erlebnisse sind in raschen Skizzen festgehalten.
Mit wenigen Strichen werden Persönlichkeit und Ausdruck einer Figur, einer Gruppe, einer Situation eingefangen. Flüchtigkeit und Präzision bilden keine Gegensätze, sondern einander ergänzende Elemente seines künstlerischen Schaffens. Es ist eine Fülle von Situationen des alltäglichen Lebens und Typenporträts des Menschen an sich und seiner Lebenswelt, die Hegenbarth geschaffen hat. Das Oeuvre bietet einen reichen Fundus, dem einerseits dokumentarischer Charakter zukommt, der aber andererseits den individuellen Blickwinkel des Künstlers in seiner Subjektivität bewahrt.

Humorvoll und mit dem Blick des geduldigen Beobachters fängt Hegenbarth in seinen Tierdarstellungen die Eigenschaften der abgebildeten Geschöpfe sowohl in ihrem natürlichen Lebensraum als auch im Umfeld des domestizierenden Menschen ein. Insbesondere der Zirkus stellt für ihn ein Faszinosum dar. Seine Frau Hanna Hegenbarth sagt über die regelmäßigen gemeinsamen Zirkusbesuche: „Von der ersten bis zur letzten Nummer war er ganz dabei und sog förmlich die Geschehnisse, die vor seinen Augen abrollten, in sich hinein. Vor keiner noch so schwierigen Situation oder Bewegung der Artisten und der Tiere schreckte er zurück, sie aufs Papier zu bringen, ja je schwieriger und ausgefallener sie waren, desto reizvoller für ihn.“ (aus: Jahr des Herrn. Katholisches Hausbuch, 14 [1965], S. 327—330).

Bekanntheit erlangte Josef Hegenbarth nicht zuletzt durch seine Literatur- und Märchenillustrationen. Die Glocke, das Nibelungenlied, Reineke Fuchs, die Grimm'schen Märchen und andere Volkssagen sind Gegenstand seiner Bilder. Aber auch Biblische Aussagen, vor allen die Passionsgeschichte, haben Hegenbarth ein Leben lang beschäftigt. Vom Anfang seiner künstlerischen Tätigkeit, noch an der Dresdner Akademie um 1914, bis kurz vor seinem Ableben entstehen Darstellungen von Geburt und Tod Christi. Werke mit dem Titel Turmbau zu Babel existieren mit Entstehungsjahren über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren als Aquarell und Pinselzeichnung. (Pressetext)

Einstündige Führungen finden statt am: 12.06.2018 (11 Uhr), 16.06.2018 (15 Uhr), 27.06.2018 (17.30 Uhr), 08.07.2018 (11 Uhr), 29.07.2018 (11 Uhr), 10.08.2018 (16 Uhr)

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Stadtmuseum Langenfeld
Hauptstraße 83
40764 Langenfeld
Tel. (0 21 73) 7 94 44 10
Webpräsenz des Museums

Beitrag in der Rheinischen Post vom 8. Juni 2018
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Hegenbarths Wanderlust

Bildmontage aus Elementen der Einladung zur Ausstellung: im großen Bildausschnitt ‚Das Wetterhorn‘ von K. E. Biermann (1830, ANG); im ovalen Ausschnitt Blatt 5 aus der Folge ‚Aus dem Leben eines Taugenichts‘ von J. Hegenbarth (1922, HSB)


Alte Nationalgalerie Berlin (Museumsinsel)

Laufzeit: 10. Mai bis 16. Septmeber 2018

Ein Bild aus der Hegenbarth-Sammlung-Berlin wandert als Leihgabe in die Alte Nationalgalerie: Vieles spricht dafür, dass Josef Hegenbarth, der ein passionierter Wanderzeichner war, sich in der Figur des Müllersburchen in der Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts von Josef von Eichendorff wiedererkannt hat. Kein Wunder also, dass auch ein Wandermotiv aus dem gleichnamigen Mappenwerk von Hegenbarth ab dem 10 Mai in der überwältigenden  Wanderlust-Ausstellung  zu sehen sein wird.

Übrigens: 184 Werke von Hegenbarth waren bereits 1959 in der National-Galerie (wie sie damals geschrieben wurde) zu sehen. Dort fand von 15. Juni bis 31. August aus Anlass seines 75. Geburtstages eine Retrospektive statt. Gezeigt wurden Gemälde, Zeichnungen und illustrative Arbeiten, die Hegenbarth besonders hoch einschätzte, darunter auch das große, farbige Blatt Chinesische Artisten von 1928, das sich heute im Besitz der Hegenbarth Sammlung befindet. Dieses Werk ist noch bis 19. Mai 2018 in der Ausstellung  Überflogenes Weiß (I) — Der östliche Hegenbarth  zu sehen.


Why did the artist cross the road?


Salon Käthe Leipzig

Eröffnung: Donnerstag, 29. Juni 2017 (20 Uhr)
Einführung von Prof. Oliver Kossack
Laufzeit: bis 05. August 2017

Hegenbarth trifft Gegenwart — in Leipzig!

Diese  Ausstellung, eine fruchtbare Kooperation im Frühjahr 2017 zwischen Studierenden des Seminars Kunst zeigen von Prof. Dr. Ana Dimke an der Universität der Künste Berlin, der Künstlergruppe ARTISTS’ PROOF um Prof. Oliver Kossack an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und der Hegenbarth Sammlung Berlin, wandert nach Leipzig in den  Salon Käthe.


Josef Hegenbarths Palette


Schleswig-Holstein-Haus Schwerin
www.schleswig-holstein-haus.de

Eröffnung: 08. Juni 2016 (16.30 Uhr)
Laufzeit: 09. Juni bis 20. August 2017

Grafische Bild-Geschichten

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Hegenbarth Sammlung Berlin und dem Staatlichen Museum Schwerin

Josef Hegenbarth (18841962) war ein begnadeter Künstler, dem es gelang mit der Zeichenfeder faszinierende Geschichten zu erzählen. Der 55. Todestag und 133. Geburtstag im Juni 2017 sind ein guter Grund, den Maler, Grafiker und Illustrator zu würdigen. Zumal seine letzte Ausstellung in Schwerin vor 43 Jahren stattfand. Der Ausstellungstitel ‚Hegenbarths Palette Grafische Bild-Geschichten‘ verweist auf das umfangreiche und vielseitige Schaffen des Künstlers. Seine Zeichnungen erinnern zuweilen an Karikaturen oder Comics und strahlen auch für heutige Betrachter eine beeindruckende Frische aus.

Erstmalig vereint das Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin in seiner Ausstellung zwei hervorragende Hegenbarth-Sammlungen. Vom 9. Juni bis 20. August 2017 werden Originalzeichnungen aus den 1920er bis 1960er Jahren aus der Hegenbarth Sammlung Berlin und dem Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin gezeigt.

Die Berliner Sammlung kann auf fabelhafte und oft humorvolle Tierdarstellungen und Zirkusszenen verweisen. Auch Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, denen sich Hegenbarth Zeit seines Lebens intensiv widmete, befinden sich darunter. Vor allem mit lebensnahen Straßenszenen ist die Schweriner Hegenbarth Sammlung des Staatlichen Museums vertreten. In ihrer Art stehen die Werke George Grosz und Heinrich Zille nahe und weisen Hegenbarth als aufmerksamen Chronisten des Lebens aus.

Die Ausstellung wurde durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin, Rico Badenschier, im Beisein der Leihgeber Jutta und Christopher Breu (Hegenbarth Sammlung Berlin) sowie Dr. Kornelia Röder (Kupferstichkabinett, Staatliches Museum) eröffnet. Die Einführung hielt der ehemalige Kustos des Staatlichen Museums, Manfred Franz, der 1974 die erste große Hegenbarth Ausstellung und infolgedessen den beträchtlichen Hegenbarth-Bestand an das Schweriner Museum holte.

Unterstützt wird die Ausstellung durch die Stiftung Sparkasse Mecklenburg-Schwerin.


Moment und Dauer

Einladungskarte, Abb.: Josef Hegenbarth, Geier mit ausgebreiteten Flügeln, um 1938

Galerie Parterre Berlin
www.galerieparterre.de

Eröffnung: 29. November 2016 (20 Uhr)
Einführung von Dr. Kathleen Krenzlin, Frank Diersch und Christan Ulrich

Laufzeit: 30. November bis 29. Januar 2017

Die Ausstellung ‚Moment und Dauer‘ zeigt eine konzentrierte Auswahl von Blättern aus dem zeichnerischen Schaffen Josef Hegenbarths und zugleich aus dem Bestand der Hegenbarth Sammlung Berlin. Vorgestellt werden Motiv, Anschauung und der ausgeprägte zeichnerische Stil in der Entwicklung eines Lebenswerkes. Auf der einen Seite bilden die Begriffe Moment und Dauer Pole zwischen der Flüchtigkeit des Augenblicks und dem Bleibenden und Existentiellen, der Substanz. Auf der anderen Seite gibt es in Hegenbarths besten Blättern eine Art Verschmelzung zwischen Moment und Ewigkeit, zwischen dem Einzig-, Eigenartigen und dem Überindividuellen, zwischen Bewegung und Statik, zwischen Vergänglichkeit und Bleibendem. Auch die Wahl von Thema und Motiv ist von diesem Spannungsfeld geprägt, neben Blättern zur Bibel und zum Nibelungenlied, die auf lange Bildtraditionen zurückverweisen, stehen Alltagsbeobachtung und Jetzt-Zeit in Verschränkung und Gegenposition.

Die Ausstellung zeigt zudem Arbeiten von Zeichnern, die durch Biographie oder Generation Bezug zu Josef Hegenbarth nehmen, sowie Blätter von zeitgenössischen Künstlern, die sich mit kongruierenden Themenlagen beschäftigen: Otto Dix, Karl Hubbuch, Heino Jäger, Horst Janssen, Wilhelm Rudolph, Egmont Schaefer, Fritz Wrampe, Laura Bruce, Agnes Grambow, Dieter Goltzsche, Marc Gröszer, Joachim John, Michael Kutzner.

Eine Ausstellung der Galerie Paterre Berlin
in Zusammenarbeit mit dem Berliner Kabinett e.V.

Rezension  Der Wanderer mit Zeichenblock  von Giacomo Maihofer im Tagesspiegel vom 11. Januar 2017.


Vortrag über Josef Hegenbarth im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg

Am Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19 Uhr, hielt Karin Barth, die Programmleiterin der Sammlung, im Germanischen Nationalmuseum einen Vortrag. Unter dem Titel  JOSEF HEGENBARTH. EIN FLANEUR ZEICHNET SEINE WELT  berichtete sie über einen überraschenden Fund bei ihrer Recherche im Deutschen Kunstarchiv in Nürnberg 2015.

Über den Media-Player auf der rechten Seite können Sie den Vortrag nachhören.


Prolog

Kunsthaus Dahlem (Berlin)
www.kunsthaus-dahlem.de

Laufzeit: 09. September 2016 bis 09. Januar 2017

Die Ausstellung ‚Prolog‘ widmet sich der im Herbst 1946 in Berlin-Dahlem gegründeten Vereinigung deutscher und amerikanischer Künstler, Kunsthistoriker und Kunstfreunde. Heute nahezu in Vergessenheit geraten, war die Prolog-Gruppe in den späten 1940er Jahren die einflussreichste private Kunst-Vereinigung der Stadt. Mit zahlreichen bislang unbekannten Dokumentationsfotos und einer Auswahl von Kunstwerken der beteiligten Künstler werden das Entstehen und die Aktivitäten der Gruppe dargestellt. Josef Hegenbarth war in der ersten von insgesamt drei Katalogmappen der Prolog-Gruppe, mit der Abbildung der Pinselzeichnung ‚Im Kaffeehaus‘ (um 1946) vertreten. Der Verbleib der originalen Zeichnung ist unbekannt. Die Hegenbarth Sammlung Berlin besitzt indes zwei vergleichbare Arbeiten aus dem Jahr 1947. Diese sind in der Ausstellung im Original zu betrachten.

Prolog 1, Zeichnungen und Graphik lebender deutscher Künstler,
ausgewählt von einer Gruppe von Deutschen und Amerikanern in Berlin, Berlin 1947
Prolog 1, Abb. 3: Josef Hegenbarth, Im Kaffeehaus, 1946, Pinselzeichnung
Josef Hegenbarth, Kaffeeausschank, 1947, Pinselzeichnung,
Hegenbarth Sammlung Berlin
Prolog 1, 1947, Titelblatt, Verlag Gebrüder Mann


Städtische Galerie Murrhardt (Schwarzwald)
09. März bis 03. Mai 2015

Die Hegenbarths

Köpfe — Comics — Kreaturen

Parallel zur ersten Übersichtausstellung ‚Josef Hegenbarths Palette‘ in ihren eignen Räumen zeigte die Hegenbarth Sammlung Berlin etwa 20 Leihgaben in der Städtischen Galerie Murrhardt. Der Südwesten Deutschlands ist ein Zentrum der Hegenbarthforschung; dort sitzen zahlreiche Hegenbarth-Liebhaber und -Sammler. Entsprechend groß war der Zuspruch zu dieser aufwändig und feinsinnig arrangierten Ausstellung, welche die drei bekannten Vertreter der Künstlerfamilie Hegenbarth präsentierte: Josef Hegenbarth (1884—1962), seinen älteren Vetter Emanuel (1868—1923) und deren jüngeren Neffen Johannes (1925—2014). Unter dem Künstlernamen Hannes Hegen wurde er als Erfinder der Comicserie ‚Die Digedags‘ bekannt. Emanuel Hegenabrth war, wie sein Lehrer und Schwigervater Heinrich von Zügel, ein erfolgreicher Tiermaler. Für Emanuel Hegenbarth wurde an der Königlich Sächsische Akademie der Bildenden Künste in Dresden eigens eine Professur für Tiermalerei eingerichtet. Er bahnte seinem Vetter Josef den Weg nach Dresden und an die Akademie.

Der kleine Kurort Murrhardt ist das kulturelle Zentrum des Schwarzwaldes. Er besitzt eine eigene Kunstsammlung, u.a. mit Werken Heinrich von Zügels. In dessen Ferienhaus verbrachte Emaunel Hegenbarth die letzen Lebensjahre. Der ‚Wolkenhof‘ befindet sich heute noch im Familienbesitz. Dort fand zeitgleich zur Ausstellung in der Städtischen Galerie eine Präsentation der Scherenschnitte von Emanuels Tochter Elise Hegenbarth statt.

Plakat Murrhardt